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Wein selber machen

In vino veritas – DIY Ratgeber für den eigenen Wein

Den eigenen Wein herzustellen ist einfacher, als gedacht. Bildquelle iStock.com/Silberkorn

Seinen ganz eigenen Wein selber machen ist für viele Menschen eine interessante Angelegenheit. Und dies ist sehr viel einfacher als Sie wahrscheinlich denken. Der folgende Text beschreibt, wie sie Wein selber machen können und was hierbei beachtet werden sollte.

Die Wahl des Obstes

Neben Weintrauben können noch einige weitere Obstsorten zum Herstellen von Wein genutzt werden, wie zum Beispiel Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Bananen, Orangen oder sogar Rhabarber. Doch egal, welche Früchte verwendet werden, sie sollten sehr frisch sein und direkt nach einem gründlichen Waschen und Aussortieren verarbeitet werden. Zudem sollten die einzelnen Exemplare reif sein und keine faulen Stellen haben.

Welches Zubehör wird zum Wein selber machen benötigt?

Um Wein selber machen zu können, werden folgende Gegenstände benötigt:

  • Ein Gärgefäß (zum Beispiel aus Plastik oder Glas)
  • Eine passende Abdeckung
  • Einen Gäraufsatz
  • Einen Absaugschlauch
  • Zucker
  • Eine möglichst exakte Waage
  • Ein Vinometer (zeigt den Alkoholgehalt an)
  • Zitronensäure oder Milchsäure
  • Hefenährsalz
  • Reine Hefe, flüssig (keine Backhefe)
  • Kalk
  • Kaliumpyrosulfit

Wenn Sie zum ersten Mal Wein selber machen, sollten Sie eventuell zunächst ein komplettes Anfänger-Set verwenden.

Zwei unterschiedliche Methoden

Wein kann grundsätzlich auf zwei unterschiedliche Weisen hergestellt werden.

1. Die Saftgärung

Bei der Saftgärung wird mithilfe einer Saftpresse aus dem Obst nur der Fruchtsaft gewonnen. Da in diesem Fall kein Fruchtfleisch für die Gärung genutzt wird, können keine Bitterstoffe und diverse andere geschmackliche Einflüsse entstehen. Der fertige Wein ist zumeist deutlicher heller als bei der sogenannten Maischegärung.

2. Die Maischegärung

Bei der Maischegärung wird das komplette Obst verwendet, nachdem es zerkleinert oder püriert wurde. Dieses Verfahren ist deutlich einfacher als die Saftgärung. Der fertige Wein hat eine intensivere Färbung, da er auch die Farben aus den Feststoffen zieht. Einige Obstsorten können nur auf diese Weise zu Wein verarbeitet werden, wie zum Beispiel Bananen.

Zugabe von Zucker, Kalk und Hefe

Wie auch bei der Herstellung von Marmelade ist Zucker auch bei der Weingärung sehr wichtig. Er wird von der ebenfalls zuzugebenden Hefe in Alkohol umgewandelt. Da durch die Beeren sehr viel Säure entsteht, muss gegenteilig gearbeitet werden, zum Beispiel indem Kalk hinzugegeben wird. Der wichtigste Punkt bei der Weingärung ist die Zugabe von Hefe, allerdings keine Backhefe, sondern nur spezielle lebendige Hefe.

Wie wird die Maische abgefüllt?

Für die Gärung wird die Maische in spezielle Gärbehälter abgefüllt. Nun sollte das Gemisch einige Zeit ruhen. Die Gärung beginnt in den meisten Fällen ab dem dritten Tag. Füllen Sie den Behälter zunächst nur bis zur Hälfte, da sich die Flüssigkeitsmenge durch den Gärvorgang fast verdoppelt. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie den Behälter in eine Gärwanne stellen. Wichtig ist, dass er einen besonderen Verschluss hat.

Denn das hierbei entstehende Kohlendioxid sollte entweichen können und gleichzeitig sollte stets ausreichend Sauerstoff eindringen. Die perfekte Gärungstemperatur liegt bei ungefähr 18 Grad Celsius bis 20 Grad Celsius. Daher ist ein Keller oder Abstellraum ideal für die Herstellung von Wein geeignet. In der Regel dauert die Reifung auf diese Weise circa vier Wochen. Das Ende des Gärungsprozesses kann daran erkannt werden, wenn keine Blasen mehr aufsteigen.

Wein konservieren

Damit Ihr eigens hergestellter Wein möglichst lange hält, sollten Sie ihn ideal vor Bakterien schützen. Dadurch können Sie ihn ohne Qualitätsverlust einige Zeit einlagern. Hierfür geben Sie zu je einem Liter Wein ungefähr 0,1 Gramm Kaliumpyrosulfit hinzu.

Die Abfüllung

Ist auch dies erledigt, kann der Wein abgefüllt werden. Verwenden Sie hierfür einen Absaugeschlauch, um den Wein in komplett saubere und trockene Flaschen abzufüllen. Anschließend werden diese sofort verschlossen, am besten mit einem Korken.

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