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Was tun gegen Durchfall?

In vielen Fällen lässt sich die Krankheit gut auskurieren

Ein laut hörbares Rumpeln im Verdauungstrakt deutet sehr häufig auf eine angehende Durchfallerkrankung hin. Bildquelle iStock.com/vchal

Ein laut hörbares Rumpeln im Verdauungstrakt deutet sehr häufig auf eine angehende Durchfallerkrankung hin. Doch was tun gegen Durchfall? Viren, Bakterien und Unverträglichkeiten sind in erster Linie für die Symptome verantwortlich. Das schlagartige Auftreten mit all seinen Unannehmlichkeiten muss Sie aber nicht zwangsläufig zur Arztpraxis führen, denn in vielen Fällen lässt sich mit etwas Eigeninitiative die Krankheit gut auskurieren.

Schönen Sie Ihren Körper

Krank ist krank: Wenn eine Infektion im Magen-Darm-Trakt vorliegt und der Körper eindeutige Signale sendet, benötigt dieser vor allem viel Ruhe. Daher sollten Sie ausgiebige Entspannungspausen in Ihren Tagesablauf integrieren. Eine ausgedehnte Bettruhe und mehrere kleine Pausen zwischen dem Tag mit einer entspannenden Tasse Tee beschleunigen die Regeneration beträchtlich. Eine Wärmflasche sorgt zusätzlich für Linderung und beruhigt die Darmbewegung.

Nur drei Tage ohne ärztlichen Rat

Ein leichter Darminfekt lässt sich in der Regel gut mit häuslichen Mitteln behandeln. Vorsicht ist aber geboten, sofern die Beschwerden länger als drei Tage anhalten. Trifft dies zu, sei Ihnen der Gang zum Hausarzt zwecks einer genaueren Untersuchung der Ursachen angeraten. Einige Erreger gelten als hochansteckend, potenziell gefährlich für geschwächte Menschen oder Säuglinge und unterliegen der Meldepflicht. Gehen Sie bei lange anhaltenden Beschwerden oder ungewöhnlichen Symptomen daher nie zu leichtfertig mit Ihrer Erkrankung um.

Was tun gegen Durchfall? Hygiene ist Trumpf

Gründliches Händewaschen gehört zu den wichtigsten Waffen im Kampf gegen eine bakterielle oder virale Infektion. Kleinste Überreste an Fingern durch das Abwischen nach einem Toilettengang wirken ansonsten hochansteckend und Ihr familiäres Umfeld leidet in Folge einer kleinen Unachtsamkeit. Im ungünstigsten Fall stecken Sie sich nach einer kurzen Genesung erneut selbst an. Intensives Einreiben der Hände mit Seife und ausreichend Wasser beugt diesem Problem in aller Regel vor.

Gewissenhaft Desinfektionsmittel anwenden

Trotz größter Bemühungen um saubere Hände verteilen Sie Keime manchmal unwissentlich in Ihrer Wohnung. Daher ist es als zusätzliche Maßnahme sehr sinnvoll, passende Artikel für Desinfektion in häuslicher Umgebung parat zu halten. Wenden Sie diese regelmäßig an und säubern Sie Türklinken und Lichtschalter im Badezimmer und anderen Bereichen. Ein gerne übersehener Kandidat für Übertragung von Keimen ist übrigens das Smartphone.

Zucker und Fett vermeiden

Was tun gegen Durchfall? Süße und fetthaltige Lebensmittel gehören vorerst vom Speiseplan gestrichen. Fette fordern für ihre Verarbeitung die volle Leistungsbereitschaft des Verdauungsapparates ein und liegen während der Erkrankung unnötig schwer im Magen. Zucker hat hingegen eine entwässernde Wirkung auf den Darm. Durch seine Einnahme beschleunigen Sie zusätzlich die Abfuhr des Darminhaltes und müssen zusätzliche Aufenthalte auf der Toilette einplanen. Auch die Ausscheidung von Flüssigkeit über die Niere erhöht sich unweigerlich und verstärkt den Wasserverlust im Körper nachhaltig. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Cola absolut nicht empfehlenswert.

Roher Apfel dickt den Stuhl ein

Ein gewöhnlicher Apfel hilft den zügellosen Durchfluss im Darm einzudämmen. Zerkauen Sie diesen gründlich in Ihrem Mund bis dieser sich in eine musartige Konsistenz verwandelt. Die im Apfel befindlichen Pektine lösen sich so bereits vor der Passage durch den geschwächten Darm und wirken dem Durchfall gezielt entgegen. Als Alternative können Sie den Apfel mit einer Reibe gründlich zerreiben. Auch Haferschleim, zerdrückte Bananen oder Zwieback beugen einer weiteren Eskalation der Symptome vor.

Elektrolyten auffrischen

Das Wichtigste überhaupt beim Durchfall bleibt der regelmäßige Ausgleich an verlorener Flüssigkeit. Zusätzlich schwemmt der Körper wichtige Salze und Mineralstoffe aus dem Körper – eine Unterversorgung droht bereits nach kurzer Zeit. Mit einer selbstgemachten Elektrolytlösung frischen Sie die reduzierten Reserven wieder auf. Hier für geben Sie einem halben Liter Wasser einen Teelöffel Kochsalz und Traubenzucker hinzu. Mischen Sie anschließend einen halben Liter Orangensaft oder einen schmackhaften Tee Ihrer Wahl bei. Täglich können Sie bis zu zwei Liter davon konsumieren.

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