in

Selbst Kartoffeln pflanzen

Was es beim Kartoffeln setzen zu beachten gilt

Möchten Sie gern einmal Kartoffeln pflanzen? Bildquelle iStock.com/mythja

Möchten Sie gern einmal Kartoffeln pflanzen? Warum auch nicht, denn es ist nicht schwer und bietet gute Vorteile. Die Sortenvielfalt ist riesig und die Ernteerträge sind beachtlich. Nicht vergessen werden darf auch der bevorzugte Bio-Anbau. Kartoffeln lassen sich im eigenen Garten hervorragend pflanzen. Wie Sie dies tun und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Kartoffeln pflanzen – doch welche Sorte soll es sein?

Es gibt zahlreiche Kartoffelsorten. Geschmacklich überzeugen beispielsweise: Rosa Tannenzapfen, Linda, Highland Burgundy Red oder die Trüffelkartoffel Salad Blue mit der lila Schale und dem lila Fleisch. Kartoffeln liefern viel Vitamin C, das das Immunsystem stärkt und die Abwehr unterstützt. Zudem sind hochwertige Eiweiße enthalten, die der Körper besonders gut aufnimmt.

Welche Grundregeln gibt es beim Kartoffeln pflanzen für einen erfolgreichen Anbau?

Für eine zeitige Ernte werden Setzkartoffeln bei ungefähr 15 Grad Celsius in einer Kiste vorgetrieben. Nach fünf bis sechs Wochen sind die Triebe dann kräftig genug, sodass die Pflanzen im Vergleich zu direkt gepflanzten Setzlingen viel widerstandsfähiger gegen Knollenfäule und Kraut sind. Pro Quadratmeter sollten es fünf Knollen sein. Bei Frühkartoffeln ist ein Abstand von etwa 30 Zentimetern in der Reihe und ungefähr 60 Zentimeter zwischen den Reihen ideal. Sind die Kartoffeln in der richtigen Position, können sie mit Erde bedeckt werden. Danach gießen Sie sie vorsichtig an. Treten Sie die Erde nicht fest.

Der richtige Platz und die optimale Erde zum Kartoffeln pflanzen

Sie werden in einer lockeren, gut umgegrabenen, etwa 30 Zentimeter tiefen Erde in das Frühbeet gesetzt. Diese können Sie mit Kompost verbessern, was vor allem bei sandigen Böden von Vorteil ist. Wurzelunkräuter und größere Steine werden entfernt. Dünger oder sonstige Verbesserungsmittel regen das wichtige Bodenleben an. Sie sollten nicht so tief untergegraben, sondern lediglich oberflächlich eingearbeitet werden. Auf eine Überdüngung reagieren Kartoffeln aber empfindlich. Die Anfälligkeit für Krankheiten ist dann erhöht. Auch der Geschmack und die Lagerbarkeit werden dadurch beeinträchtigt.

Bei welcher Temperatur werden Kartoffeln gepflanzt?

Optimal ist beim Kartoffeln pflanzen eine Temperatur von plus zehn Grad Celsius. Den Pflanzen bekommt Kälte nicht. Da sie frostempfindlich sind, sollten sie nicht vor April gelegt werden. Bei Spätfrösten müssen sie mit Decken, Stroh oder Vlies abgedeckt werden. Dauerregen ist ebenfalls kein guter Start, da der Boden nicht gleich zu Beginn zu feucht sein darf. Wenn sich Tochterknollen bilden, sollten sie alle drei Wochen angehäuft werden. Dies wiederholen Sie, bis circa 20 Zentimeter hohe Wälle vorhanden sind. Das steigert den Ertrag, da sich dies auf die Bildung der Knollen positiv auswirkt. Zudem werden sie durch Lichteinwirkung nicht grün. Wichtig ist beim Anhäufeln, dass alle Unkräuter entfernt werden. Bei einer längeren Trockenheit sollten Sie ab Ende Mai auch gießen. Ende Juni können Sie die Frühkartoffeln bereits ernten.

Was gibt es sonst noch beim Kartoffeln pflanzen zu beachten?

Nach vier Jahren sollten Sie die Kartoffeln an einem anderen Standort anbauen, um die Verbreitung bodenbürtiger Krankheiten und Kartoffelnematoden zu verringern. Tomaten sollten sich nicht in der Nähe befinden, denn dies begünstigt bei beiden Kulturen den Befall mit Pilzkrankheiten. Die Braunfäule an den Tomaten hat nämlich den gleichen Erreger, der bei den Kartoffeln zur Knollenfäule führt. Der Kartoffelkäfer kann die Ernte massiv beeinträchtigen. Er breitet sich rasch aus. Kontrollieren Sie die Pflanzen daher regelmäßig auf Befall und sammeln Sie Käfer und Larven gegebenenfalls ab.

Fazit zum Kartoffeln setzen

Kartoffeln setzen im eigenen Garten ist unkompliziert. Wenn Sie die genannten Tipps beachten, werden Sie sich über gute Erträge freuen dürfen. Am besten gedeihen die Pflanzen auf leichten oder mittelschweren Böden ohne Staunässe. Da Kartoffeln sehr nährstoffbedürftig sind, sollten Sie vor der Pflanzung Kompost einarbeiten oder im Herbst Mist aufbringen, damit sie gut gedeihen. Das regelmäßige Anhäufeln ist eines der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Dadurch bilden die Kartoffeln möglichst viele Tochterknollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.