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Pastinaken Rezept

Altes Gemüse neu entdeckt

Pastinaken: Altes Gemüse neu entdeckt. Bildquelle iStock.com/robynmac

Nussig, süßlich und würzig, dazu voll gepackt mit wertvollen Nährstoffen: das ist die Kurzbeschreibung der Germanenwurzel. Die weiß-gelblich aussehende Pastinake ähnelt stark einer Petersilienwurzel, kann aber verarbeitet werden wie eine Kartoffel. Los geht’s mit dem ersten Pastinaken Rezept.

Pastinaken Rezept: Beeindruckenden Pastinakenespuma und schnelle Pastinakencremesuppe

Keine Warenkunde zur Pastinake

Die Pastinake macht dank ihres hohen Pektin-gehalts lange satt. Der hohe Inulinwert sorgt für eine gute Verträglichkeit im Darm. Zudem ist das alte Gemüse bekannt für seine antibakterielle Wirkung. Hoher Vitamin C Gehalt macht sie zu dem perfekten Wintergemüse. Auch Vitamin B liefert die längliche Knolle frei Haus. Phosphor sowie Kalzium sind nur Stellvertreter für die vielen gesunden weiteren Inhaltsstoffe.
Sie wächst von Oktober bis März. Sie erkennen an dem grün der Knolle, ob sie wirklich frisch ist.
Bei gerade einmal 58 Kalorien pro 100 Gramm ist die Pastinake ein schlanker Sattmacher und kann sogar roh verzerrt werden; zum Beispiel geraspelt in Salaten.

Zum Aufbewahren im Kühlschrank eignet sich das Gemüsefach. Allerdings sollten die Pastinaken unbehandelt gekühlt werden und durch ein nebelfeuchtes Küchenbaumwolltuch vor dem Schrumpeln und Austrocknen bewahrt werden.
Falls Sie bereits Pastinaken eingekauft haben, sie aber doch erst nächste Woche verarbeiten möchten, schälen Sie das Gemüse, schneiden es wie benötigt zurecht und blanchieren es kurz. Dann lässt es sich hervorragend einfrieren und ist so auch noch länger haltbar.

Interessant: Das Gewächs der Pastinake kann bei Berührungen in Kombination mit Sonne ähnliche Verbrennungen auslösen wie der große Bärenklau.

Pastinakenespuma: Samtiger Schaum

Ein richtiges Angeberrezept ist der Schaum von der Pastinake. Eigentlich wird ein Espuma aus Kartoffeln hergestellt. Doch das Gemüse aus dem 18. Jahrhundert steht ihnen in nichts nach. Dazu passt dunkles Fleisch mit kräftiger Soße oder auch gebackene Champignons mit Rotkohl und etwas Brie mit Preiselbeeren.

Ihre Einkaufsliste

Für 9 Personen:

  • 300 Gramm Pastinaken
  • 600 ml Sahne
  • Räuchersalz
  • Salz

Dazu Gewürze nach Geschmack, Pfeffer, Salz, Muskat, Estragon und Chili passen sehr gut.

Schneiden Sie die Pastinaken nach dem Schälen in Würfel und garen sie diese für 15-25 Minuten auf mittlerer Flamme in 450 ml Sahne und etwas Salz.
Danach verarbeiten Sie die Masse zu Püree und geben eine Messerspitze Räuchersalz dazu.
Jetzt die übrigen 150 ml Sahne steif schlagen und unter den Püree heben. Mit Gewürzen nach Wahl abschmecken.

Achten Sie darauf, dass die Sahne wirklich steif ist, sonst fällt der Schaum noch vor dem Servieren zusammen.

Tipp: Sie können zu diesem Pastinaken Rezept auch geröstete Maronen reichen. Die beiden Konsistenzen ergänzen sich wunderbar und das doppelt nussige Aroma verführt vor allem im regnerischen Herbst die Geschmacksknospen der Gäste.

Ein Pastinaken Rezept: viele Variationen

Pastinakencremesuppe

Glasieren Sie etwas Lauch, Zwiebel und Knobi im Topf und geben die Pastinakenwürfel hinein. Braten Sie diese kurz mit an und löschen Sie das Gemüse mit etwas Bier ab. Gießen Sie Sahne auf, etwa so, dass das Gemüse bedeckt ist. Für die bessere Bindung später können Sie auch eine Kartoffel klein gewürfelt mit dazu geben. Kochen Sie alles, bis das Gemüse weich ist und pürieren Sie die Suppe mit einem Stabmixer. Wer gerne Einlagen mag, kann mit Schinken, Bacon und Nüssen experimentieren.

Oder aber vor dem Pürieren einige Würfel abschöpfen und diese als Einlage verwenden.

Tipp: Eine Pastinake nach dem Schälen in den Spiralschneider geben und die Curlies mit etwas Olivenöl, Salz und Ingwer marinieren. Diese Germanenwurzel-Locken können wahlweise kurz knusprig gebacken oder frittiert werden. Schmeckt in der Suppe oder Solo als Snack!

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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