in

Heizkörper entlüften

Heizkörper richtig entlüften – was muss man beachten

Den Heizkörper entlüften - so wird's richtig gemacht. Bildquelle iStock.com/robertprzybysz

Wenn es im Raum nicht richtig warm wird, kann dies verschiedene Gründe haben. Wenn die Heizkörper gluckern, ist die Ursache schnell gefunden. Dann ist im Heizkreislauf wahrscheinlich einfach nur zu viel Luft, wodurch das Heizwasser nicht ordnungsgemäß zirkulieren kann. In diesem Fall sollten Sie den Heizkörper entlüften. Hierfür benötigen Sie keinen Handwerker. Dies können Sie selbst erledigen. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

Heizkörper entlüften – ab und an erforderlich

In allen Heizungsanlagen befindet sich eine Menge Luft. Wenn es zu viel ist, kommt nicht mehr ausreichend heißes Wasser in den Heizkörper. Er wird nur noch lauwarm und fängt aufgrund der vielen Luftblasen im Heizwasser stattdessen an zu gluckern. Dann spätestens sollten Sie den Heizkörper entlüften, damit die Heizung wieder effizienter arbeitet bzw. heizt. Gleichzeitig reduzieren Sie dadurch die Heizkosten deutlich, denn die Heizung verbraucht durch nicht entlüftete Heizkörper mehr Energie. 15 Prozent mehr Energie können es sein, die unnötig verpuffen. Das Entlüften empfiehlt sich jährlich vor dem Beginn der Heizsaison, also im Oktober oder November, um im Winter teure Heizkosten zu sparen. Dies ist sehr einfach und erfordert wenige Handgriffe, dauert pro Heizkörper nur einige Minuten und schadet keinesfalls.

Wie den Heizkörper entlüften?

Zum Entlüften standardisierter Heizkörper benötigen Sie einen Vierkantschlüssel. Damit öffnen und schließen Sie das Entlüftungsventil. Für manche Ablassventile eignet sich auch ein Schlitzschraubenzieher. Zudem sollten Sie einen kleinen Behälter bereitstellen, der das eventuell entweichende Wasser auffängt. Ein Lappen ist nützlich, falls Wasser daneben tropft. Haben Sie alle benötigten Utensilien bereit, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Umwälzpumpe im Heizungskeller abschalten, damit sich die Luft an einer Stelle sammeln kann und nicht umher gewirbelt wird (Untermieter, die zur Umwälzpumpe keinen Zugang haben, können alternativ den Heizkreislauf der Wohnung abschalten.)
  • nach einer Stunde etwa Heizkörper-Thermostate an allen Heizkörpern komplett aufdrehen
  • Becher unter das Ventil halten und das Ventil mit dem Entlüftungsschlüssel viertel bis halbe Umdrehung nach links aufdrehen, wodurch leises Zischen zu hören ist. Wird das Ventil zu schnell aufgedreht, entweicht das Luft-Wassergemisch innerhalb kürzester Zeit und verteilt sich im gesamten Raum.
  • Sobald aus dem Ventil Wasser kommt, warten, bis keine Luftblasen mehr vorhanden sind, dann Ventil wieder schließen (im Uhrzeigersinn)
  • gegebenenfalls die Heizungsumwälzpumpe wieder einschalten

Der Heizkörper ist nun entlüftet. Er sollte nun wieder ordentlich Wärme liefern und das Gluckern nicht mehr hörbar sein. Den Vorgang können Sie an allen Heizkörpern wiederholen. Danach sollten Sie auf dem Manometer am Heizkessel den Wasserdruck des Heizsystems überprüfen und gegebenenfalls Wasser nachfüllen, falls er zu niedrig ist. Der optimale Wasserdruck ist am Manometer des Heizsystems meist farblich dargestellt. Für Unerfahrene: Das Entlüftungsventil, das auch als Ablassventil bezeichnet wird, besteht gewöhnlich aus einem silbrigen Metall und verfügt seitlich über ein Röhrchen oder eine Öffnung.

Fazit

Dies waren die besten Tipps und eine genaue Anleitung, wie Sie Ihre Heizkörper entlüften können. Die meisten Hausbesitzer machen dies regelmäßig manuell, was bei vielen Räumen oder Gebäuden einen großen Aufwand bedeutet. Eine gute Alternative sind selbst entlüftende Ventile, die ebenso als Schnüffelstück bekannt sind. Sie lassen selbstständig kontinuierlich Luft ab. Im Allgemeinen können Sie durch eine regelmäßige Entlüftung bis zu 15 Prozent an Heizkosten sparen. Wenn Sie die produzierte Wärme also effektiv nutzen möchten, sollten Sie alle Heizkörper regelmäßig entlüften.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.